Ortsteilwanderung des Albverein: Eine Veranstaltung des schwäbischen
Albvereins in Verbindung mit dem Stadtradeln der Gemeinde Zwiefalten
Wir starteten den Nachmittag mit zwei Wanderungen, die erste um 13 Uhr
über 6 km mit 29 Teilnehmern . dazu gesellten sich noch die rund 50
Stadtradler, Startpunkt war die Rentalhalle. Die Wandergruppe unter
Führung von Georg Treß startete durch den Klinikpark, übers Frauentäle
hoch zur Freiheit. Danach auf dem Albvereinsweg, einem schönen Waldpfad,
durch den insgesamt 7 km langen Tautschbuch zum sechseckigen Stein,
einem historischen Grenzstein an dem schon im Mittelalter die
Gemarkungen der sechs Gemeinden Mörsingen, Baach, Zwiefaltendorf,
Daugendorf, Bechingen und Attenhöfen aufeinandertrafen. Er war auch
Treffpunkt für die wilden Bauernhaufen, welche von hier aus ihre
Plünderungen starteten. Hier erwartete uns eine kleine Erfrischung.
Weiter ging es auf Waldwegen durch den schönen Mischwald bis oberhalb
von Attenhöfen zum Treffpunkt mit der 2 Wandergruppe welche um 14 Uhr am
selben Punkt unter der Führung unseres sehr engagierten Familienwart
Peter Hoß startete. Die Familien und Seniorengruppe mit 24 Personen
wanderte 3,5 km über die Radlerherberge mit einer kleinen Stärkung, hoch
zum Treffpunkt mit der ersten Gruppe.
Gemeinsam wanderten wir nach Attenhöfen und trafen dort auf die
dazugekommen Gäste und die Stadtradler am Dorfbrunnen, welcher von den
Anwohnern in Eigenregie wieder renoviert worden ist. Hier erwarteten
uns interesante Informationen über den 12 Einwohner Teilort von Berthold
Setz, der hier geboren wurde. Der Ort besteht seit ca. 200 Jahren aus 4
Bauernhöfen, welche auch zu je einem Viertel Besitzter der Sankt Anna
Kapelle im Ort sind. Diese wurde nämlich 1906 von den Einwohnern erbaut
und enthält unter anderem eine barocke Altarfigur der Hl. Anna mit ihrer
Tochter Maria und dem Jesuskind . Erste urkundliche Erwähnungen
des Ortes stammen aus der ersten Hälfte des 12 Jahrhunderts und war eine
der ältesten Besitzungen der Reichsabtei Zwiefalten. Eingemeindet wurde
Attenhöfen erst nach Baach und dann gemeinsam mit Baach 1938 nach
Zwiefalten.
Seit 2022 hat sich in Attenhöfen einiges getan. Zum Beispiel ein neues
Wohnhaus oder die liebevolle Umgestaltung eines bestehenden Hofes von
Volker und Carina Bertsch zu drei Mietwohneinheiten wie uns Carina
erzählte, deren neue Bewohner tatkräftig an der gelungenen
Ortsteilwanderung mitwirkten. Peter Müller erzählte das seine
Pferdevernarrte Familie in Gemeinschaft einen weiteren Hof gekauft hat
und als Heimat für ihre Pferde nutzt und gerade umgestaltet. Die
Bewirtung fand dann bei der einzigen noch Landwirtschaftlich tätigen
Familie Mack-Setz statt, welche ein Großteil der umliegenden Felder
bewirtschaftet. Es gab Kaffee, tollen Kuchen Kaltgetränke und etwas
deftiger, verschiedene Dinneten von Gudrun und Carina auf Spendenbasis
für die rund 120 Teilnehmer. Für diese Herausforderung und tolle
Umsetzung an diesem Tag vielen Dank an Gudrun Mack und Berthold Setz mit
Familie Unterstützt wurden sie von Freunden, Volker und Carina Bertsch
mit Familie, Peter und Jutta Müller mit Familie und unserem Mann für
alles Gerald Razimski.
Von den großzügigen Spenden der Gäste profitiert unsere Familien und
Jugendabteilung und 100 € bleiben für Erhaltung und Pflege der Sankt
Anna Kapelle.
Wieder eine sehr gelungene Ortsteilwanderung

