Lechtal-Wanderung 14.6. – 16.6.2017

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Lechweg

Am Freitagmorgen 14. Juli um 7.00 Uhr trafen sich 18 Wanderbegeisterte an der Rentalhalle und machten sich auf den Weg nach Lech am Arlberg.

Die Fahrt ging über Ravensburg, Bregenz, Bludenz, durchs Klostertal hinauf zur Alpe Rauz, wo die Strasse nach Zürs-Lech abzweigt.

In Lech angekommen stiegen wir am Postamt Lech in den Wanderbus, der uns bis zur Haltestellle Formarinsee (1793m) fuhr. Nach ein paar Meter auf dem Fahrweg wurden wir mit einem wunderschönen Blick auf den Formarinsee und die hoch oben gelegene Freiburger Hütte belohnt.

Bei etwas kühlen Temperaturen und leichtem Regen ging es auf einem Wiesenweg abwärts. Unterhalb der majestätischen „Roten Wand“ ist ein Denkmal aus Bronze, das den Steinböcken gewidmet ist, die es hier zahlreich gibt. Links und rechts des Weges sahen wir kleine Quellen, die sich nach und nach mit dem Formarinbach und dem Spullerbach zum jungen Lech vereinen. Das Bachbett ist ein herrliches Farbenspiel aus den verschiedensten Gesteinsarten, besonders fallen diejenigen auf, die der „Roten Wand“ ihren Namen gaben.

Über unzählige hölzerne Stege und Brücken ginge es weiter abwärts zum urigen Gasthaus „Älpele“, wo wir eine kurze Rast machten. Danach zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, die Sonne schien vom fast blauen Himmel. Leider war es nur ein kurzes Gastspiel, es fing an ziemlich heftig zu regnen. Durch das nun breiter werdende Tal erreichten wir ziemlich durchnässt unser 1. Etappenziel, das allseits bekannte Lech am Arlberg.

Von Elisabeth, unserer ersten Gastgeberin wurden wir in der Pension Alpenrose herzlich empfangen und auch gleich „trocken gelegt“.

Nach einer warmen Dusche oder Bad waren alle wieder wohl auf und wir durften in geselliger Runde ein sehr leckeres Abendessen im nahegelegenen Gasthof „Zitloh“ (was bedeutet: „lass dir Zeit“) genießen.

Unsere 2. Etappe starteten wir nach einem reichhaltigen Frühstück, das wir aufgrund der Wetterlage etwas ausgedehnt hatten. Nachdem es aufgehört hatte zu regnen, machten wir uns auf einem Höhenweg, der sich auf der rechten Seite Richtung Lechtal am Berg entlang schlängelt. Unterwegs überquerten wir den Stubenbach, zum Erstaunen Aller fanden sich hier noch Reste von einer Schneelawine, die hier im Winter zu Tal ging. Über eine kleine Brücke gelangten wir trockenen Fußes auf die andere Seite des Lechs. Jetzt ging es in Serpentinen durch einen typischen Bergwald hinauf nach Warth, das einstmals von den Walsern besiedelt wurde. Dort machten wir einen Stopp in der höchsten Sennerei Vorarlbergs. Bei Kaffee und einem kühlen Getränk, konnten wir auf der Terrasse die schöne Aussicht genießen, denn die Sonne lachte vom blauen Himmel. Danach führte uns der Weg durch Warth nach Gehren und von dort waren es nur noch ein kurzes Stück nach Lechleiten, wo unsere 2. Etappe endete.

Die Gastgeberin Maria von der Pension Panorama hatte gut vorgesorgt. Sie versorgte uns mit Getränken aller Art, die wir in der Abendsonne vor dem Haus genießen konnten.

Unweit oberhalb vom Panorama ist das „Holzgauer Haus“ was uns von Maria zum Abendessen empfohlen wurde. Es war eine sehr gute Empfehlung, das Haus bot eine feine österreichische Küche in urgemütlichen Räumen. Die entspannende Atmosphäre lud noch zum Verweilen ein und es wurde bei guter Unterhaltung noch das eine oder andere Gläschen getrunken.

Nach einer erholsamen Nacht und gutem Frühstück machten wir uns auf zu unserer 3. und für dieses Jahr letzten Etappe.

Wir folgten der Panoramastraße, die uns immer wieder einen wunderschönen Blick auf den weiter unten fliesenden Lech bot. Nach einigen Kilometern führten uns Serpentinen wieder hinab an den Lech in das Örtchen Prenten. An einem schönen sonnigen Plätzchen, nur wenig oberhalb vom Lech, packten wir unsere Brote aus und stärkten uns für den weiteren Weg nach Steeg. Der Lech war zwischenzeitlich zu einem stattlichen Fluss angewachsen, der mal still dahinfließt und mal über steil abfallendes Gelände zu einem reißenden Fluss wird. In Steeg angekommen, machten wir eine kleine Pause bei der „Naturkäserei Steeg“. Von Buttermilch über hausgemachtes Eis bis zum Kaffee wurden wir bestens versorgt. Weiter ging es auf dem flacher werdenden Wanderweg an einen wildromantischen Wasserfall, der bei den angenehmen Temperaturen fast zu einer Dusch einlud. Direkt unterhalb ist eine Kneippanlage. Natürlich haben wir unsere heiß gelaufenen Schuhe ausgezogen und sind durch das angenehme Kühl gewatet. Das Spiel lautete: „Wer hält es am längsten im kalten Gebirgswasser aus“, konnte aber nicht beendet werden, denn sonst wären wir immer noch nicht zuhause. Es gab zu viele „Hartgesottene“

Über den Jochweg ging es entlang des Lechs bis zu unserem Ziel Holzgau. Das Lechdorf Holzgau ist bekannt durch viele bunt bemalte Häuser, die sogenannte „Lüftelmalerei“. Eine weitere Attraktion ist die längste Hängebrücke Tirols, die man vom Ort aus gut sehen konnte, den Gang darüber haben wir uns für das nächste Mal aufgehoben.

Jetzt war es Zeit für den Abschluss der schönen Lechtour. Das Hotel Bären bot dafür eine gute Gelegenheit. Bei kühlen Getränken, Eis oder auch ein Vesper ließen wir die vergangenen drei Tage nochmals Revue passieren und waren mit dem erlebten sehr zufrieden. Es wurde schon laut über eine Fortsetzung nachgedacht …..

Schriftführerin
Birgit Vollmayer

Impressionen der Lechtal-Wanderung

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