Bergtour auf den Biberkopf am 20. August

Die alpine Bergtour führte dieses Jahr auf den Biberkopf
(2099m)
Am Sonntagmorgen trafen sich 12 Bergfreunde aus Hayingen
und Zwiefalten an der Rentalhalle. Um 6.30 Uhr fuhren wir in
Fahrgemeinschaften über Biberach – Kempten – Füssen – das
Lechtal aufwärts bis zum Startpunkt nach Lechleiten.
Am kleinen Parkplatz beim Berggasthof Alpenrose (1526m)
angekommen, schnürten wir unsere Bergschuhe und mach-
ten uns auf den Weg. Vom Parkplatz aus hätte das Ziel schon
ausgemacht werden können, aber leider waren zu viele Wol-
ken unterwegs, die den Blick auf diesen imposanten Berg
verwehrten. Gleich hinter dem Gasthof ging es zunächst über
Wiesen gut ansteigend bis zu einer Weggabelung. Ab jetzt
wurde der Weg anstrengender, in steilen Serpentinen führte
uns der Pfad bis zu einer kleinen, nicht mehr genutzten Heu-
hütte. Wir hatten schon knapp 2.000 m erreicht, also höchste
Zeit für eine Trinkpause.
Da es in der Nacht noch regnete, war der Weg etwas nass und
rutschig, sodass unsere Wanderstöcke voll zum Einsatz kamen.
Weiter aufwärtssteigend erreichten wir nach einer Stunde
sanftes Gelände mit einem kleinen Tümpel. Hohes Gras säumte
den Weg, ein Zeichen von tiefgründigem Gelände. Das wissen
wohl auch die Murmeltiere, wir sahen mehre Höhlen in denen
diese Tiere Unterschlupf finden. Immer wieder sahen und
hörten wir die Warnrufe dieser putzigen Tierchen.
Auf etwa 2300 Meter Höhe wechselt sich die Szenerie, die
Grashänge gehen abrupt in Fels über. Es war Zeit die Stöcke
beiseite zu legen, denn jetzt brauchten wir die Hände um uns
am griffigen Fels den nötigen Halt zu geben. In ziemlich stei-
lem Felsgelände geht es nach oben. Teilweise war der Weg
durch Seile gesichert, kurz vor dem Gipfel war noch eine in-
teressante Rinne aus Blockfelsen zu überwinden. Wer mochte
konnte nebenbei einen Tiefblick Richtung Lechtal oder Oberst-
dorf genießen, die immerhin rund 1.500 m tiefer liegen.
Für eine perfekte Fernsicht vom Gipfel hatte es leider zu viele
Wolken und die vielen schönen umliegenden Allgäuer und
Tiroler Berge konnten nur erahnt werden. Trotzdem waren wir
glücklich gemeinsam am Gipfelkreuz zu stehen und packten
dort bei angenehmen Temperaturen und absoluter Windstil-
le unsere Vesperbrote aus. Die Wolken lichteten sich und es
gab doch noch Blicke zum Karhorn (Ziel vor 2 Jahren), zum
Widderstein, selbst der Säntis konnte noch ausgemacht wer-
den.
Erholt und beeindruckt vom Erreichten machten wir uns an
den Abstieg, der auf gleichem Weg erfolgte. Kurz unterhalb
der Rinne gibt es eine Abzweigung, auf dem Wegweiser steht
„Rappenseehütte”, die kennen wir doch auch
Zurück am Parkplatz, Schuhe ausziehen, einen frischen Holun-
dersaft genießen, den Kinder vom Nachbarhaus anbieten und
einen Blick zurück zum Gipfel einfach schön.
In Warth genehmigten wir uns noch einen Kaffee und ein Bier-
chen …… „
Die Rückfahrt machten wir durch den schönen Bregenzerwald
und stellten nebenbei fest, dies ist der schnellere Weg.
Wanderführer
Robert Vollmayer